
Man glaubt oft, schon alles gesehen zu haben. Grad wenn man schon über 40 ist und mit dem Internet aufgewachsen ist. Aber dann stolpert man doch wieder über so einen Moment, der einen kurz innehalten lässt. Bei mir war es ein altes Musikvideo aus den frühen 90ern. Unscharf, schrill, völlig aus der Zeit gefallen. Und mittendrin Jason Statham. Eingeölt. Tanzend. Ernsthaft bei der Sache. No FUCKING way!!!! Danke Reddit, wie GEIL!
Der Song heißt Comin‘ On, die Band dahinter The Shamen. Was mich daran weniger amüsiert hat als erwartet, war dieser Gedanke, denn so sieht also ein Anfang aus. Kein Glamour, kein Plan B, nur ein Job und eine Kamera, die zufällig läuft.
Ich hab mir das Video mehrmals angesehen, nicht aus Spott, sondern aus einer gewissen Ruhe heraus. Diese Phase, bevor jemand weiß, wer er einmal sein wird, kennt man ja selber auch. Man macht Dinge, die später fast fremd wirken.
Vielleicht ist genau das der Reiz. Diese Ehrlichkeit, unbeabsichtigt konserviert auf VHS. Und irgendwie tröstlich, wenn man ehrlich ist.
